Operationen im PREVENTION CENTER

Absaugung der axillären Schweissdrüsen (Saugkürettage)

Übermässiges Schwitzen (Hyperhidrose) kann privat als auch im Beruf sehr beeinträchtigen. Sollten Massnahmen wie Deodorant, spezielle Antitranspirantien oder andere Techniken nicht zu einem Erfolg oder einer Besserung führen, kann durch die Absaugung der axillären Schweissdrüsen in lokaler Betäubung eine Besserung der Beschwerden von 60-80% erreicht werden. Das Schwitzen an weiteren Lokalisationen oder bei sportlicher Betätigung, respektive in Stress- Situationen bleibt dadurch unbeinträchtigt.

Wie wird die Schweissdrüsenabsaugung durchgeführt?

Vor der Operation wird eine Zeichnung auf der Haut axillär vorgenommen, die den behaarten Anteil markiert. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) erfolgen. Die Schnittführung besteht aus zwei kleinen 3 mm Schnitten am Rand des behaarten Anteils der Achselhöhle. Nachfolgend wird mit einer Kanüle die Haut vom Unterhaut- Fettgewebe abgelöst und durch Unterdruck die Schweissdrüsen abgesaugt. Am Ende des Eingriffs erfolgt eine einzelne Naht an allen Einstichstellen und ein Pflasterverband. Danach wird ein komprimierender Verband angelegt, der die Haut beim Anheilen an das Fettgewebe unterstützen soll.

Nach der Operation

Wenn der Eingriff ambulant durchgeführt wird, beachten Sie bitte, dass Ihr Reaktionsvermögen nach der Narkose oder der Anwendung eines Beruhigungs-, Schmerz- oder Betäubungsmittels vorübergehend beeinträchtigt ist. Lassen Sie sich deshalb nach dem Eingriff abholen. Sie dürfen am Operationstag nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen, kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten und keine wichtigen Entscheidungen treffen.

Die Erfolgsaussichten:

Die Absaugung führt nach heutigen Erkenntnissen zu einer Besserung der Schwitzneigung von 60 bis 80 Prozent. Wichtig ist, den Prozess der Wundheilung zu unterstützen und ein Verheilen der Wundfläche zu ermöglichen. Dies wird durch Schonung unterstützt.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Einblutungen in die Haut, die Muskulatur und in das Fettgewebe, die meist keiner Behandlung bedürfen
  • Vorübergehende Reizung der Haut durch Desinfektionsmittel, Austrocknung oder Berührung, die meist von selbst abklingen
  • Schwellung des Bindegewebes, die sich meist durch allgemeine abschwellende Massnahmen zurückbilden. Eventuell ist eine medikamentöse Begleitbehandlung erforderlich
  • Schwellungen und Verfärbungen durch Blutergüsse, die sich in der Regel von selbst zurückbilden; hier hilft Ruhigstellung und Kühlung
  • Nachblutungen und Blutergüsse, auch mehrere Tage nach der Operation, die jedoch meist keiner Behandlung bedürfen und nur in extremen Ausnahmefällen eine operative Blutstillung erforderlich machen.
  • Auseinanderweichen der Wundränder bei mechanischer Belastung, z.B. beim Haare machen; dies kann die Narbenbildung ungünstig beeinflussen und in sehr seltenen Fällen sogar eine Narbenkorrektur erforderlich machen
  • Es kann zu einer erneuten Neigung zu übermässigem Schwitzen kommen
  • Auch im Rahmen einer örtlichen Betäubung oder bei zusätzlicher Einspritzung eines blutstillenden Medikamentes bei Narkose können in äusserst seltenen Ausnahmefällen unerwünschte Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen oder Materialunverträglichkeit gegen das Betäubungsmittel (Schwellung, Juckreiz, aber auch schwere Kreislaufreaktionen bis hin zum Schock), Nebenwirkungen im zentralen Nervensystem (Unruhe, Krämpfe, Atemstörungen), Blutdruckanstieg oder -abfall, Herzrhythmusstörungen und Herzschlagverlangsamung auftreten
  • Seltene entzündliche Reaktionen der Wunden, dies kann die Behandlungsdauer verlängern
  • Narben: Die Operation kann nicht durchgeführt werden ohne Narben zu hinterlassen. Die Narben werden jedoch so in Hautfalten gelegt, dass sie möglichst unauffällig und gut zu verbergen sind. Die natürliche Rötung einer frischen Naht verschwindet nach 2-3 Wochen, kann in Einzelfällen aber auch mehrere Monate anhalten. Im Narbengebiet können kleine Zysten der Haut entstehen, die leicht und einfach behandelbar sind
  • Störungen der Narbenbildung: anlagebedingt können wulstige, schmerzhafte und juckende Narben entstehen (Narbenwucherung, Keloid). Auch diese Narbenwucherungen bilden sich unter konservativer Behandlung meist zurück, sodass nur selten erneute Operationen nötig sind
  • Starke Narbenbildungen in der Haut und Muskulatur kommen praktisch nur bei jahrelangem Nikotinmissbrauch und starken Einblutungen ohne Entzündungen vor
  • Infektion – durch Verletzung der Hautbarriere kann es zu einer Infektion oder Wundheilungsstörung im behandelten Areal kommen. Dies bedarf einer medikamentösen Therapie oder in seltenen Fällen einer operativen Korrektur
  • Es kann zu einem unzureichendem Ergebnis (nur geringgradige Verbesserung der Schwitzneigung axillär) kommen, das ggf. durch eine neuerliche Operation korrigiert werden kann

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

Eine nicht-operative Möglichkeit der Behandlung gegen starkes Schwitzen bietet eine Therapie mit Botulinumtoxin. Der Wirkstoff Botulinumtoxin, der überwiegend aus der Faltenbehandlung bekannt ist, wird auch gegen starke Schweissbildung erfolgreich eingesetzt. Hier finden Sie weitere Informationen zu Botulinumtoxin-Behandlung gegen Schwitzen.

 

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Preise - Schweissdrüsenabsaugung

Schweissdrüsenabsaugung 3 500,- CHF

Facts - Schweissdrüsenabsaugung

Wer: Männer und Frauen
Behandlung: Ambulant
Betäubung: Lokalanästhesie
Ausfallzeit: 1 Tag

Kontakt - Schweissdrüsenabsaugung

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