Faltenglättung mit Botulinumtoxin Typ A

Eine Möglichkeit zur Faltenglättung ist die Behandlung mit Botulinumtoxin Typ A. Die therapeutische Wirkung dieses Wirkstoffes ist schon über zwanzig Jahre lang für die Behandlung des Schielens und neurologische Muskelerkrankungen bekannt.

Seit einigen Jahren wird Botulinumtoxin auch für ästhetische Anwendungen genutzt. Es handelt sich um eine Substanz, die die Freisetzung eines Botenstoffes zur Auslösung von Muskelkontraktionen blockieren kann. Gleichzeitig kann Botulinumtoxin gegen übermässiges Schwitzen eingesetzt werden. Wichtig ist eine umfassende Beratung mit dem Arzt zu Risiken und Nebenwirkungen.

Was ist Botulinumtoxin A und wie wirkt es?

Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiss. Wird es in einen Muskel gespritzt, so blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden. Andere Nervenfunktionen, wie das Fühlen oder Tasten durch die Haut, werden nicht beeinflusst. Botulinumtoxin A wird seit vielen Jahren zur Behandlung von Muskelverkrampfungen im Bereich der Augen und der Stirn (Lidkrampf) eingesetzt. Die Zulassung zur Faltenbehandlung wurde in der Schweiz bisher für die Korrektur von Zornesfalten an der Stirn erteilt. Weitere Zulassungen werden angestrebt. Die Einspritzung sehr geringer Mengen Botulinumtoxin A hemmt den entsprechenden Muskel im Gesicht.

Welche Möglichkeiten der Behandlung von Mimikfalten gibt es?

Ausgeprägte Mimikfalten können durch Operation, durch Einspritzung von Füllmaterialien oder Medikamenten, wie z.B. Botulinumtoxin A, oder auch durch eine Kombination der verschiedenen Verfahren korrigiert werden. Welche Methode die am ehesten geeignete ist, hängt von der Lage und der Ausprägung der Falten ab.

Wie wird behandelt?

Die Lösung mit Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel direkt in den entsprechenden Muskel bzw. in die Umgebung des entsprechenden Muskels gespritzt.

Wie lange hält die Behandlung an?

Eine Verbesserung der Glabellafalten tritt im allgemeinen innerhalb einer Woche nach der Behandlung auf, wobei der Peakeffekt allgemein innerhalb 4 Wochen gesehen wird. Die Wirkung hält 3 bis 4 Monate an. Sicherheit und Wirksamkeit einer häufigeren Anwendung sind bisher noch nicht untersucht worden und die häufige Anwendung wird daher nicht empfohlen. Sollte der behandelnde Arzt dies für angemessen halten, können Wiederholungsbehandlungen verabreicht werden, wenn die Wirkung der vorherigen Injektion nachgelassen hat. Wiederholungsinjektionen sollten nicht häufiger als alle 3 Monate erfolgen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Da die Einspritzungen mit einer sehr feinen Nadel erfolgen, ist die Behandlung relativ wenig schmerzhaft. Selten kann es unmittelbar beim Einspritzen zu leichten brennenden Empfindungen kommen.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Unerwünschte Wirkungen

Aufgrund von Untersuchungsergebnissen aus kontrollierten klinischen Studien sind bei der Behandlung für 24% der Patienten behandlungs-bedingte unerwünschte Wirkungen zu erwarten. Nebenwirkungen können mit der Behandlung, mit der Injektionstechnik oder beidem zusammenhängen.

Generell treten Nebenwirkungen innerhalb der ersten Tage nach der Injektion auf und sind in der Regel vorübergehend. Lokale Muskelschwäche stellt eine erwartete pharmakologische Wirkung von Botulinumtoxin dar. Blepharoptosis hängt mit der pharmakologischen Wirkung zusammen und kann durch die Injektionstechnik bedingt sein.

Folgende unerwünschte Reaktionen wurden nach Behandlung mit Vistabel beobachtet

Reaktionen an der Injektionsstelle

Häufig (1%–10%): Lokale Schmerzen/Brennen/Stechen, Ödeme und/oder Blutergüsse

Nervensystem

Sehr häufig (>10%): Kopfschmerzen (13,3%)
Häufig (1%–10%): Schmerzen im Gesicht, lokale Muskelschwäche
Gelegentlich (0,1%–1%): Schwindel, Übelkeit, Mundtrockenheit, Spannungsgefühl der Haut, Fehlempfindungen, Zuckungen

Auge

Häufig (1%–10%): Blepharoptose
Gelegentlich (0,1%–1%): Augenschmerzen, Ödema (Gesicht, Augenlid, periorbital), Lidentzündungen (Blepharitis), visuelle Störungen, Lichtempfindlichkeit

Haut

Häufig (1%–10%): Hautrötung
Gelegentlich (0,1%–1%): Juckreiz, trockene Haut

Immunsystem

Gelegentlich (0,1%–1%): Grippeähnliche Anzeichen, allgemeine Schwäche, Fieber, Infektion

Psyche

Gelegentlich (0,1%–1%): Besorgnis

Gastrointestinale Beschwerden

Gelegentlich (0,1%–1%): Übelkeit

Zusätzliche Informationen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden seit der Markteinführung des Arzneimittels für andere, klinische Indikationen (nicht für Glabellafalten) berichtet:

Augentrockenheit, gesteigerte Muskelspannung, Dysphagie, Lagophthalmus, Dyspnoe, Aspirationspneumonie als Folge einer diagnostizierten Dysphagie, Dysarthrie, abdominale Schmerzen, Sehstörungen, Pyrexie, fokale Gesichtsparalyse, Hypoästhesie, Malaise, Myalgie, Pruritus, Hyperhidrosis, Alopezie, Madarosis, Diarrhoe, Anorexie, Hypoakusis, Tinnitus, Radikulopathie, Synkope, Myasthenia gravis, Erythema multiforme, Psoriasis-artige Dermatitis, Erbrechen und Brachialplexopathie, Hautausschlag (einschliesslich Urtikaria) und allergische Reaktion.

Schwere und/oder sofortige Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Anaphylaxie, Serumkrankheit, Urtikaria, Weichteilödem und Dyspnoe wurden selten berichtet. Einige dieser Reaktionen traten entweder nach der alleinigen Anwendung von Botulinumtoxin oder nach der kombinierten Anwendung von Botulinumtoxin mit anderen Präparaten auf, die mit ähnlichen Reaktionen einhergehen.

Neu oder wieder auftretende Anfälle wurden üblicherweise bei Patienten berichtet, die für solche Vorkommnisse empfänglich sind. Die genaue Beziehung dieser Vorfälle zur Injektion mit Botulinumtoxin wurde nicht ermittelt.

Nebenwirkungen wurden sehr selten mit Botulinumtoxin berichtet, die möglicherweise auf die Ausbreitung des Toxins fern von der Verabreichungsstelle zurückzuführen sind (z.B. Muskelschwäche, Dysphagie oder Aspirationspneumonie, was tödlich sein kann) (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Selten wurden unerwünschte Wirkungen berichtet, die das kardiovaskuläre System betrafen, wie Arrhythmie und Herzinfarkt, einige davon mit tödlichem Ausgang. Einige dieser Patienten wiesen Risikofaktoren, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auf. Der genaue Zusammenhang dieser Ereignisse mit der Botulinumtoxininjektion ist nicht festgestellt.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.  Bei allgemeinen Störungen der Muskelaktivität (z.B. Myasthenia gravis oder Eaton-Lambert-Syndrom). Infektion an der/den vorgesehenen Injektionsstelle(n).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Siehe auch http://www.kompendium.ch

Was muss ich für die Behandlung beachten?

  • wenn Sie schwanger sind bzw. stillen (eine Behandlung während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf nicht durchgeführt werden) wenn Sie gelegentlich unter Fieberbläschen leiden (durch die Injektion in einem entsprechenden Areal kann ein erneuter Schub ausgelöst werden)
  • wenn Sie innerhalb der letzten 7 Tage vor der Behandlung blutverdünnende Medikamente eingenommen haben (hierdurch besteht ein erhöhtes Risiko eines Blutergusses (Hämatom) nach der Behandlung)
  • wenn bei Ihnen ein Nerven- oder Muskelleiden bekannt ist (bei einigen wenigen Erkrankungen ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin A nicht möglich)
  • wenn Sie aminoglykosidhaltige Antibiotika einnehmen (z.B. Gentamycin, Neomycin; eine Behandlung würde dann erst nach dem Ende der Antibiotikaeinnahme erfolgen)

Die Kosten

Unsere Preise sind generell transparent und beginnen mit 200,- CHF für die Behandlung einer Region. Der Preis wird vor der ersten Behandlung individuell festgelegt und richtet sich nach der Anzahl der Regionen. 

Zornesfalte 200,- CHF
Stirn inkl. Zornesfalte 400,- CHF
Krähenfüsse 200,- CHF
Brauenlifting 200,- CHF
Kinn 100,- CHF
Dekollete 300,- CHF

Eine Kontrolluntersuchung inklusive Korrektur erfolgt nur im Bedarfsfall und ist kostenfrei.

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